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Die sizilianische Verteidigung entwickelt sich heutzutage in eine Gambiteröffnung. In vielen Großmeisterpartien kommt es immer öfter bereits in der Eröffnungsphase zur “Explosion”. Karjakin,S - Van Wely,L Amber Rapid Nice FRA (5), 20.03.2008 10.Sd5!
1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 a6 6.h3 e6 7.g4 b5 8.Lg2 Lb7 9.0–0 b4 10.Sd5!
Ein bekanntes Motiv: Weiß
beschleunigt seine e4-Strategie in f5-Richtung gegen das Zielfeld f7. Die daraus entstehenden Stellungen sind vom Kampf um die Felder e7,f7 geprägt. 10...exd5 11.exd5 Weiß (e4S>f5, schwarzfeldrige Initiative) sichert nun die wichtigen weißen Felder e4,
d5,f5,c6,e6, soll nun die Schwarzfeldrige Initiative gegen die
Kontrollzone e7 und das Zielfeld e7 auf der offenen
e-Linie verstärken. 11...Le7 Zielsteine sind: Bd6, Le7, Dd8, Ke8!
12.Sc6!
Erstaunlich wirksamer Zug. Weiß versucht damit den Ke8 festhalten, aber auch die schwarzfeldrige Initiative gegen das Zielfeld e7 stärken. 12...Dc7 [12...Lxc6
13.dxc6 Dc7 14.g5 Sg8 15.Ld5] 13.Sxe7 Kxe7 14.g5 Sfd7?! Das Feld e7
wird nun geschwächt [14...Sg8 15.De1+ (15.Te1+ Kf8) 15...Kf8 16.Dxb4]
15.Te1+! Kf8 Damit wird für Weiß das Zielfeld f7 festgelegt. 16.De2
Droht De7! 16...Dd8 [16...Se5 17.f4] 17.Lf4!
Weiß kommt nun in Vorteil
17...Se5 18.Lxe5 dxe5 19.Dxe5+- Weiß dominiert im
e5- Raum. Er muss nun das Zielfeld f7 erobern 19...h6 schwächt das Feld
g6! [19...a5 20.Df4! (Droht d6 + Te7) 20...Sa6 a) 20...g6 21.d6; b) 20...Dd7
21.Te3 (21.d6 Sc6) 21...Sa6 22.d6; 21.d6 Lxg2 22.Te7 Ld5 23.Td1 Le6
24.Txe6 Kg8 25.Te7 Df8 26.Dc4 Es droht Tde1 gefolgt von d7] 20.Df4
[20.g6!? fxg6 21.Df4+ Kg8 22.Dxb4 Ta7 23.Te7; 20.Te3! hxg5 21.Tae1 Kg8
22.Df5 Sd7 23.Te8+ Dxe8 24.Txe8+ Txe8 25.Dxd7+-] 20...a5 [20...hxg5
21.Dxb4+; 20...Kg8 21.Dxb4] 21.g6!
f6 22.Te6 Lc8 23.Te3 Db6 [23...Sa6
24.Tae1 Ld7 25.Dd6+ Kg8 26.Te7] 24.Tae1 Ld7 25.d6! Ta7 26.Dc4 1–0
Leko,P - Anand,V Amber Rapid Nice FRA (4), 18.03.2008
1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 a6 6.Le3 e6 7.g4 e5 8.Sf5 g6 9.g5 gxf5 10.exf5 d5 11.Df3 d4 12.0–0–0 Sbd7 13.Lc4!
Weiß (e4S>f5, Zielfeld f7) verstärkt damit die Kontrolle über das Feld f7 13...Dc7 [13...dxc3? 14.Lxf7+!! Kxf7 15.gxf6 cxb2+ 16.Kb1 Dxf6 17.Dh5+ Ke7 18.Lg5] 14.Lxd4 [14.Lb3 dxc3 15.g6 fxg6 16.fxg6 hxg6 17.Dg2 Dc6 18.Dxg6+ Kd8 19.The1 Kc7 20.Df7 cxb2+ 21.Kb1 Lb4 22.Ld2 Lxd2 23.Txd2 Kb8 0–1 Sokolov,A-Svidler,P/St Petersburg 1998] 14...exd4 15.The1+ Kd8
Ein neuer Zug. Schwarz beabsichtigt damit auf f6 mit Springer d7 zu nehmen, danach Ld7, Kc8, Kb8 zu spielen. Wenn es Ka7 gelingt, wird Ta8 ins Spiel gebracht und die Entwicklung des Damenflügels vollendet. [15...Se5 16.gxf6 Ld6 17.Txd4 Ld7 18.Lxf7+ Kd8 19.Dd5 Sxf7 20.Dxf7 Kc8 21.Sd5 Da5 22.b4 1–0 Timman,J-Smeets,J/Hilversum 2006] 16.Txd4 Lc5 17.Tdd1 Te8 18.gxf6 Txe1 19.Txe1 Sxf6 20.Td1+ Ld7 21.Lxf7 Dxh2?
Ein ehrgeiziger (Schwarz plant Kc7), aber fehlerhafter (Bh2 spielt eigentlich keine wichtige Rolle) Zug. Nun kommt Weiß (e4S>d5, weißfeldrig, Zielfeld d7, Zielsteine: Sf6, Ld7, Kd8) in Vorteil [Warum nicht? 21...Kc8! Es wird damit Kb8, Ka7 geplant. 22.Sd5 (22.Le6 Kb8 23.Lxd7 Sxd7 24.Dg3 Dxg3 25.fxg3 Kc7) 22...Sxd5 23.Lxd5 Lb5 24.f6 Kb8 25.c4 La4 26.Tg1 Lf8 27.Tg8 Weiß steht etwas aktiver] 22.Sd5! soll Sf6 entfernen, Kc7 verhindern [22.Le6 Ld6] 22...Tc8? Dies verbessert die schwarze Stellung nicht [22...Ld6 23.Sxf6 (23.Le6 Lc6) 23...Dh6+ 24.Kb1 Dxf6 25.Le6 De7 26.Dxb7 Tb8 27.Dxa6±] 23.Le6 Lxf2 24.c3+- [24.Sxf6? Le3+! und Schwarz gewinnt] 24...Tc7 25.Sxf6 Dh6+ 26.Kb1 Dxf6 27.Dxf2 Ke8 28.Dg3 1–0
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