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Linares 2008: Einblicke
Ivanchuk,V - Carlsen,M [C67] (8), 28.02.2008 0-1 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 Sf6 4.0–0 Sxe4 5.d4 a6 6.Lxc6 dxc6 7.De2 Lf5 8.Te1 [Ein seltener Zug. Häufiger wird 8.Td1; 8.dxe5 gespielt] 8...Lb4!?
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Dies ist ein neuer Zug; bisher wurde 8...Le7 gespielt. 9.c3 Ld6 verblüffend einfach und stark. Schwarz verbindet den Kampf um das Zentrum weiterhin mit einer harmonischen Entwicklung seiner Kräfte.  10.Dc2 [10.Sxe5?! Lxe5 11.dxe5 0–0; 10.dxe5 Lc5] 10...Dd7 11.dxe5 [11.Sh4 g6] 11...Lc5 12.Txe4 [12.Sd4 0–0–0] 12...0–0–0 13.Sbd2 [13.Kf1 The8] 13...Dd5 [13...The8 14.b4 Lb6 15.c4] 14.Kf1 Der König auf f1 nimmt den Kampf um die Grundreihe, (Weiß ist nun bereit, mit dem Springer auf e4 zu nehmen) gefährdet aber die weiße Stellung in vielen Aktionen. [14.c4? Lxe4; 14.h3 The8 (14...Lxe4 15.Sxe4 Dd1+ 16.Dxd1 Txd1+ 17.Kh2) 15.c4 Lxe4 16.Dxe4 Dxe4 17.Sxe4 Td1+ 18.Kh2 Ld4 19.Sxd4 Txd4 mit Gegenspiel; 14.b4? Lxe4] 14...The8
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Weiß hat in dieser scharfen Stellung mit vielen Problemen zu konfrontieren, z.B. die Entwicklung des Damenflügels zu vollenden, die Grundreihe zu sichern. Der junge Magnus hat die Stellung mit Sicherheit schon getestet (analysiert). Denn es gilt ja: je schärfer eine Variante, desto wichtiger deren Kenntnis. 15.b3?! Jetzt ist die Fesselung des Turmes auf e4 nicht mehr aufzuheben [15.c4!? Dd7 (15...De6 16.Sb3) 16.Sb3 Weiß sollte am Damenflügel die schwarzfeldrige Initiative gegen die Felder d4, c5 anstreben 16...Ld6 (16...Lxe4 17.Dxe4 Dd1+ 18.Se1 Dh5 19.Lf4) 17.Le3 f6 (17...Lxe5 18.Sc5!; 17...Lxe4 18.Dxe4 De6 19.Sc5) 18.Sc5] 15...g5 …g4 16.Lb2 [16.h3 h5; 16.Sxg5 Txe5 17.c4 Lxe4 18.Sdxe4 Dd1+ 19.Dxd1 Txd1+ 20.Ke2 Txc1 21.Txc1 Le7 22.f4 Lxg5 23.Kf3±] 16...g4 17.Sd4 Lxd4! Schwarz (d5S>c4, Zielfelder a2, c2) verstärkt nun die weißfeldrige Strategie und Schwarzfeldrige Initiative gegen die Felder e5, d4 am Damenflügel mit dem Ziel, die Felder e2, c2, a2 zu kontrollieren, zu erobern;  18.cxd4 c5! 19.Tae1 [19.Tc1 Td7] 19...cxd4 20.Dc4 [20.Dd1 Lxe4 21.Txe4 Txe5 22.Txd4 Db5+ 23.Sc4 Ted5] 20...Lxe4 21.Txe4 Txe5 Die Felder e5, d4 sind besetzt 22.Txg4 Tde8
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Die Öffnung der Stellung begünstigt: Schwarz: das Feld e2 wird kontrolliert, es droht Te1 Matt! 23.Sf3 Dxc4+ 24.bxc4 Te2 Das Feld e2 besetzt 25.Lxd4 Txa2 Nun wird ein gefährlicher a-Freibauer in Marsch gesetzt 26.Tg7 a5 27.Txf7 Tc2 28.g4 Weiß setzt den g-Freibauern in Bewegung 28...a4 29.g5 a3 30.Txh7 a2 Schwarz kontrolliert die Felder a2, c2,c4,e4,e2! Der Bauer a2 steht kurz vor der Umwandlung. Schwarz soll nun die Diagonale a1–h8 einsperren 31.Th8 Txh8 32.Lxh8 Txc4
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Die Zeitnotphase. 33.h3 verhindert Tg4, verliert aber die Zeit [33.g6 Tg4; 33.h4 c5] 33...c5! es droht Td4! 34.Se1 verhindert Td4, verliert aber die Zeit [34.g6 Td4!] 34...Tc1! es droht c4 + c3 [34...Td4? 35.Lxd4 cxd4 36.Sc2] 35.g6 Kd7 [35...c4? 36.Lb2 c3 37.g7!] 36.Lb2  verhindert  c4 + c3, verliert aber die Zeit [36.Ke2 c4 37.Kd2 c3+] 36...Ke6–+ 37.h4 [37.Ke2 c4 38.Kd2 a1D 39.Lxa1 Txa1] 37...c4–+ 38.h5 c3 39.Lxc1 a1D 40.Sd3  0–1 Wo der entscheidende Fehler von Weiß liegt? Erstaunlicherweise dürfte 15.b3 die Hauptursache der Schwierigkeiten gewesen sein.

Alexander Bangiev 

 
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