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Bundesliga 1. Runde
SK Zehlendorf - OSC Baden Baden (1.1), 20.10.2007
1.e4
e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 Weiß (e4S>f5, schwarzfeldrig, Felder d4,e5
wichtig) soll versuchen, mit dem Vorstoß d4 die Felder d4,e5
anzugreifen 3...f5 Schwarz (e5S>d4, weißfeldrig, Felder d5, c4
wichtig!) agiert weißfeldrig gegen die Kontrollzone e2 4.d3! Damit wird
e4- Raum verstärkt, Bf5 bedroht; Idee 5.ef5! Diese Variante wird von Weiß
nicht häufig gewählt. Es ist keineswegs einfach für Schwarz nun
Initiative zu ergreifen [4.exf5 e4; 4.Sc3 fxe4 5.Sxe4 d5 Schwarz
gelingt die Felder d5,e4 zu kontrollieren 6.Sxe5 dxe4] 4...d6
[besser 4...fxe4 um Bd3 zu entfernen und Vorstoß d4 zu verhindern 5.dxe4 Sf6; 4...Sf6 5.exf5!] 5.exf5! Der Abtausch des weißfeldrigen
Verteidigers stärkt die Kontrolle über die weißen Felder, also die
e4-Strategie 5...Lxf5 6.d4!± Der Programmzug; Die Felder d4,e5 sind
angegriffen. Schwarz soll konsequent weißfeldrig spielen. Beachte
3...f5 und die Schwarzfeldrige Initiative des Weißen 6...exd4 Der
e5-Raum wird damit aufgegeben, den d5-Raum angestrebt [6...a6 7.Lxc6+ bxc6 8.dxe5 dxe5 9.De2 Ld6
10.0–0] 7.0–0 Ld7 8.Te1+ Le7 Die Idee ist Sf6 und 0–0; Weiß (e4S>f5,
schwarzfeldrig, Felder d4,e5 und das Zielfeld e7 wichtig;
Zielsteine: Bd4, Sc6, Le7: Kandidatenzüge sind: 9.De2, 9.Lg5,
9.Lc6, 9. Sxd4, 9.c3 9.c3 Ein "schwarzfeldriger" Zug. Weiß strebt im
Falle 9...dc3 mit Nc3-d5 den Druck auf e7 zu verstärken. Sonst folgt
10.cd4 mit Verstärkung der Kontrolle über die Felder d4, e5. Die anderen Möglichkeiten sind ebenfalls gut spielbar: [9.Sxd4 Sxd4 10.Dxd4 Sf6 11.Lc4; 9.De2 Sf6 10.Lxc6 Lxc6
11.Sxd4 Ld7 12.Sc3; 9.Lxc6 Lxc6 10.Sxd4; 9.Lg5 Sf6 10.Lxf6 gxf6
11.Sxd4±] 9...Sf6 [9...dxc3 10.Sxc3+- Idee 11.Sd5] 10.cxd4 Weiß:
d4S>e5, schwarzfeldrig 10...0–0 11.Sc3 Lg4 12.Le2 Dd7?! Schwarz
plant 13. ..Tae8, um die Entwicklung zu vollenden und den e5-Raum zu
sichern [12...d5!? Damit wird der d5-Raum aufgebaut und die d5-Strategie
in e4-Richtung (Felder d5,e4 sichern, Felder e5, f4 Angreifen)
befestigt, z.B. 13.Se5 (13.h3 Lf5; 13.Lg5 Dd6) 13...Lxe2 14.Txe2 Lb4!?
Mit der Kontrolle über die Felder d5,e4] 13.h3 Unter Tempogewinn wird
das Feld g4 (beachte die angestrebte weißfeldrige Strategie des Weißen)
kontrolliert 13...Lh5 14.d5! Dieser
Vorstoß sichert nicht nur den e4-Raum und die e4-Strategie in d5-Richtung, sondern zwingt den Abtausch des feindlichen weißfeldrigen Läufers
14...Lxf3 Dieser Abtausch ist für Schwarz zweiseitig: Zum einen wird
dadurch die eigene Kontrolle über den d5-Raum geschwächt. Zum anderen
die Kontrolle über den e5- und d4-Raum verstärkt. [14...Se5? 15.Sxe5+-]
15.Lxf3
Der Abtausch auf f3 stellt einen Wendepunkt in der Partie dar.
Weiß soll nun nach dem Abtausch des feindlichen weißfeldrigen Läufers
die Kontrolle über die weißen Felder verstärken, aber auch die
gegnerischen Steine angreifen, die die weißen Felder verteidigen.
Schwarz soll hingegen die Kontrolle über die schwarzen Felder, vor
allem e5 und f4, stärken, und versuchen z.B. Bc1 zu tauschen 15...Se5
16.Le2 Es stellt sich
nun heraus, dass das der d5-Raum nicht ausreichend kontrolliert ist, beachte: Se5 ist leicht zu vertreiben, das Strategiefeld e4 wird nicht mit einem
Bauern besetzt, und das Eckfeld b7 ist kaum zu sichern. Ausgehend
davon, soll Weiß versuchen die weißfeldrige Strategie und Initiative zu
stärken, dabei das Figurenspiel zu fördern. Schwarz soll nun versuchen die
Felder e5, f4 zu besetzen und das Zielfeld f2 anzugreifen. Beachte die
halboffene f-Linie. Die Chancen dafür sind aber schlecht. Beachte den
Vorstoß f4, die Stellungsschwäche auf b7 und die Feldschwäche
auf e6. Es ist also fraglich, ob Schwarz die schwarzfeldrige Strategie
in f4-Richtung entwickeln kann. 16...c6!? Damit wird verhindert, Sc3 nach e6 zu gelangen. Das hat aber für Schwarz (e5S>f4, Felder e5, f4
sichern, Felder d5,e4 angreifen) zur Folge, die Felder d5,e4 angreifen
zu müssen. Die weißen Felder sind aber unter Weißer Kontrolle
[16...Tae8 17.Db3 Dc8 18.Sb5 a6 19.Sd4; 16...h6 17.Db3; 16...a6 17.Db3]
17.Le3 Mit diesem Zug stellt Weiß (e4S>d5, weißfeldrig; Felder e4,
d5 (sichern) d4.c5 (angreifen) wichtig!) die Richtung und das Zielfeld
b7 der e4-Strategie fest. 17...Kh8 [17...Ld8!? - Idee Lb6 (Le3 zu tauschen), La5 (Sc3 anzugreifen)] 18.a4!± Wichtig! Das Zielfeld b7 gehört zur
Kontrollzone b7. Weiß soll versuchen, zwecks der Eroberung des Feldes
b7 die Kontrollzone b7 zu sichern. 18...a5 [18...Sg6!? Schwarz soll versuchen die Felder
e5, f4 zu sichern, zu erobern 19.a5 a6! um die weißen Felder der
Kontrollzone b7 zu verteidigen] 19.Tb1! Um weiterzukommen, wird Weiß
b2-b4 anstreben müssen. 19...Tfe8?! Schwarz plant Lf8 und Df7; Te8 gefährdet aber die schwarze
Stellung. Man beachte die weiße Kontrolle über die weißen Felder.
[19...cxd5 20.f4; 19...Sxd5!? 20.Sxd5 cxd5 21.Dxd5 Dxa4 22.Bxb7 mit
Vereinfachung der Stellung.] 20.Lf1!? Weiß warten auf Bf8 [20.b4
axb4 21.Txb4 Ld8!?] 20...Lf8 [Idee Df7!? 20...cxd5 21.Lb5; 20...Sxd5 21.Sxd5 cxd5 22.Lb5]
21.b4! Damit wird das Ziel verfolgt,
die b-Linie und damit den Angriff auf das Zielfeld b7 zu öffnen 21...axb4 [21...Df7!? Nach dem
Motto: Weiß spielt schwarzfeldrig, schwächt die weißen Felder. Sollte
man in der Folge versuchen, die Weißfeldrige Initiative zu ergreifen!]
22.Txb4 Df7 zu spät. Beachte Db3! 23.Db3 verstärkt die Kontrolle über
die weißen Felder 23...Sxd5 [23...Te7 24.Td1 mit Kontrolle über die
wichtigen Felder e4, d5, c4, b7, b5, b7 (Kontrollzone b7)] 24.Txb7+-
Das Zielfeld ist besetzt, die relevanten Felder des d5-Raums d7, f7, d5
sind kontrolliert 24...Dg6 [Besse 24...Te7 Beachte: Te7 kontrolliert die relevanten
Felder des d5-Raums! 25.Txe7 Lxe7 26.Sxd5 cxd5±] 25.Sxd5 cxd5
[25...Sf3+ 26.Kh1 Sxe1 27.Sc7 Dc2 28.Sxe8 Txe8 29.Df7+-] 26.Dxd5
Diese
Stellung spricht für sich selbst. Die Kontrolle über die weißfeldrigen
Räume e4 und d5 ist perfekt. Ein Spitzenspieler hat immer eine klare
Vorstellung, was er erreichen möchte. 26...Tec8 [26...Txa4 27.Lb5]
27.a5 Der a-Freibauer marschiert durch. 1–0
Alexander Bangiev
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