Praxis
EMM 2007
Neuerung des Jahres
| Neuerung des Jahres |
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Volokitin,A - Wojtaszek,R EuroTeams 2007 Crete, Greece (8.4), 05.11.2007
1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.0–0 Le7 6.Te1 b5 7.Lb3 d6 8.c3 0–0 9.h3 Schwarz:
10.Lc2 [10.d4! Nach dem Prinzip der 10...d5!
Schwarz nimmt sofort den Kampf um die Felder d5, e4 auf und ist außerdem bereit, das Feld d5 zu erobern, d.h. die
11.d4 Weiß versucht damit die
11...dxe4! Die Felder d5, e4 sind nun von erstrangiger Bedeutung geworden. Schwarz strebt die weißfeldrige Strategie an und gibt aus diesem Grund das Feld e5 und den e5-
12.Sxe5 Weiß (d4S>e5) schwächt damit die schwarzen Felder. Schwarz (d5S>e4) soll hier aus zwei 12...c5! Dies soll vor allem Sd2 und damit den Angriff auf Be4 verhindern [12...Lb7 13.Sd2±] 13.Lg5 Weiß kämpft um die Felder d5, e4. [13.dxc5 Lxc5; 13.Sd2 cxd4 14.Sxe4 dxc3 15.Sxc3=; 13.Lxe4 Sxe4 14.Txe4 Lb7] 13...Lb7 Die Kontrolle über die Strategiefelder d5, e4 wird damit verstärkt 14.dxc5 Die Öffnung der Stellung begünstigt Schwarz; 14.Lxf6 Lxf6 15.Lxe4 Lxe4 16.Txe4 Lxe5 17.Txe5 cxd4; Weiß strebt damit an, die Kontrolle über die schwarzen Felder zu verstärken, schwächt zugleich Se5. Dies ist ein substantieller Unterschied, wie Schwarz sogleich demonstrieren wird.
14...Dc7! Se5 ist bedroht 15.Lxf6 Dies soll den Zug Sg4 ermöglichen, schwächt aber nun die schwarzen Felder im e5- und d4-Raum. In der vorliegenden Stellung scheint mir dieser Zug riskant zu sein, weil der schwarzfeldrige Läufer auf g5 zu Verteidigungszwecken bereits günstig steht. 15...Tad8! Unter Tempogewinn wird die Kontrolle über das Feld d5 hergestellt [15...Lxf6 16.Sd7] 16.De2 [16.Sd7 Txd7 17.Ld4 Lxc5] 16...Lxf6 Schwarz (d5S>e4) kontrolliert die Felder c4, d5,e4, c5, d5, e5, hat ein Übergewicht im Zentrum erlangt. 17.Sg4?! [17.c6!? Sxc6 18.Sxc6 Lxc6 19.Sd2] 17...Lg5!
Ein starker Zug. Er verhindert Sd2, blockiert die Entwicklung des
Damenflügels und stärkt dadurch die Kontrolle über das Basisfeld d2.
Beachte den geschwächten d4-Raum 18.Se3 Idee Sd2; Achtung:
Felder e5, f4 geschwächt; Schwarz: d5S>e4, weißfeldrig, soll
versuchen die Kontrollzone g2 zu erobern, Bg2 anzugreifen [18.b4 f5
19.Se3 f4] 18...f5! Droht f4 + f3. Schwarz ist schon im Vorteil 19.b4
deckt Bc5 [19.Sd2 Dxc5 20.b4 Dxc3] 19...f4 20.Sf1 [20.bxa5? fxe3
21.fxe3 Lh4–+] 20...f3! Eine wichtige Verstärkung der d5-Strategie
durch die
21.gxf3 e3! Idee Lf3 bzw. Tf3 22.fxe3 [22.bxa5? exf2+ 23.Dxf2 Txf3–+] 22...Txf3 Dies provoziert e4, was einen Strategiewechsel bedeutet. 23.e4
Strategiewechsel! Weiß hat den e4-Raum aufgebaut. Nun soll Schwarz die e5-Strategie verfolgen, was angesichts des Fehlen des schwarzfeldrigen Läufers von Weiß für den Schwarzen sehr gute Aussichten verspricht. Schwarz: e5S>f4, schwarzfeldrig (Sf1 bedroht), soll versuchen die Felder f2, h2 zu besetzen [23.bxa5? Tg3+] 23...Tdf8–+ 24.Dg2 [hat Weiß keine fruchtbaren Züge mehr; 24.Sbd2 Txc3 25.Tac1 De5; 24.bxa5? Dxc5+ 25.Kh1 Txh3+ 26.Kg2 Th6 nebst Lf4] Schwarz (e5S>f4, Zielfeld f2) 24...Lh4! Dies soll das Zielfeld f2 erobern [24...De5!?] 25.Sbd2 Txc3 26.Tec1 Lc8 27.bxa5 Dxc5+ 28.Lh1 Tf2
Die schwarzen Felder am Königsflügel sind eingenommen und die Akten über diese Partie können geschlossen werden. 29.Lb3+ Kh8 30.Txc3 Dxc3 31.Dxf2 Lxf2 32.Td1 Lxh3 33.Sh2 Dg3 0–1
Der Zug 10...d5 von Wojtaszek,R wird als „Neuerung des Jahres 2007“ ausgezeichnet |
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e5-Strategie
