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Kramnik,Vladimir - Morozevich,Alexander
WC Mexiko City (2), 15.09.2007

 

1.Sf3 Sf6 2.c4 e6 3.g3 d5 4.d4 dxc4 Damit öffnet Schwarz (d5S>c4) den Kampf gegen die Felder e5, d4, mit dem Ziel diese Felder zu besetzen. Für Weiß hat das Nehmen auf c4 zur Folge, um die Felder e4, f5 kämpfen zu müssen. 5.Lg2 a6 

…b5. Schwarz möchte die weißen Felder sichern. Eine ehrgeizige Aufgabe angesichts der drohenden weißfeldrigen Initiative des Weißen 6.Se5 Jedes Tempo ist lebenswichtig. Weiß (d4S>e5, wf) versucht die weißfeldrige Initiative zu ergreifen. Man beachte, das Feld f7 ist taktisch wichtig 6...Lb4+ [Meines Erachtens ist 6...c5 nach dem Motto "Felder e5, d4 wichtig!" besser.] 7.Sc3 Sd5 Der Plan Lb4 + Sd5 wurde von E. Sveshnikov in die Praxis in 1978 eingeführt. Schwarz versucht den d5-Raum zu stärken, anstatt den d4-Raum anzugreifen [7...c5?! 8.a3] 8.0–0 Dies ist eine beachtenswerte Neuerung; bisher wurde meist 8.Ld2 oder 8.Dc2 gespielt. [8.Dc2; 8.Ld2] 8...0–0 [8...Sxc3 9.bxc3 Lxc3 10.Tb1 Lxd4] 9.Dc2 Felder e4, f5 wichtig! 9...b5 Idee Lb7; Weiß: d4S>e5, weißfeldrig; Felder e4, f5 wichtig; Zielfeld h7 10.Sxd5 stärkt die d4-Strategie [10.Le4 g6] 10...exd5 11.b3! Frei nach dem Initiative-Prinzip "Angreifen, nicht tauschen", greift Weiß Bc4 an, zum Zeitpunkt, wenn 11...cb3 für Schwarz ungünstig ist 11...c6 [11...cxb3? 12.Dxb3] 12.e4!
d1
Dies stellt den Angriff auf die Felder e4,f5 dar 12...f6 Eine mutige Entscheidung. A. Morozevich fordert den Gegner heraus. Ihm war es klar, er hatte mit einer häuslichen Vorbereitung zu tun. [12...dxe4!? Schwarz soll die weißen Felder sichern, also den gegnerischen weißfeldrigen Verteidiger tauschen. 13.Le3÷] 13.exd5! 
d2
Wenn man die weißen Felder angreifen möchte, muss man in der Folge den eigenen weißfeldrigen Raum kontrollieren. [13.Sf3? kommt nicht in Frage] 13...fxe5 [13...cxd5? 14.bxc4] 14.bxc4 Weiß kontrolliert nun den e4-Raum, verfolgt die e4-Strategie. Die weißen Felder sind für Weiß von strategischer und auch von taktischer Bedeutung. Man beachte Kg8 (Idee Db3), Ta8 (…c7) 14...exd4 Schwarz (Felder e5, d4 wichtig!) spielt nun folgerichtig schwarzfeldrig. 15.dxc6 Weiß: …c7, …cb5; Idee Db3 15...Le6 …bc4, verhindert Db3 [15...Ta7 16.Db3 (16.cxb5 Taf7) 16...Lc3 17.cxb5+ Taf7 18.Lf4ƒ] 16.cxb5 Die kritische Stellung. Weiß (e4S>d5), Schwarz (eSS>d4); [16.c7 Dxc7 17.Lxa8 bxc4] 16...d3 Schwarz plant Dd4. Schwarz versucht Initiative zu ergreifen. [16...Lc3; 16...Ta7] 17.c7 Dd4? Dies erlaubt Weiß den wichtigen Tempo zu gewinnen. Siehe ¥e3 [17...Dd6! Dies soll den e5-Raum und beide Läufer sichern; 17...dxc2 18.cxd8D Txd8 19.Lxa8²] 18.Da4 [18.Le3 Dxa1 19.c8D] 18...Sd7 19.Le3! 
d3

Damit kontrolliert Weiß (e4S>d5) die wichtigen Felder (e4, d5, d4, c5) und bekommt, dank Bc7, den beachtlichen Vorteil. Die Partie geht nun in die Zeitnotphase 19...Dd6 20.Lxa8 Lxa8? [20...axb5™] 21.Lf4? [21.Tac1+-] 21...Df8 [21...Dd5! Schwarz: d5S>e4; Beachte Stellungsschwäche g2; …Df3 + Lh3 22.Tac1 (22.Dxb4? Df3) 22...Lh3] 22.b6+- Se5 [22...Sxb6 23.Dc6] 23.Lxe5 Df3 24.Dd1 De4 25.b7 Tf8 26.c8D Ld5 27.f3 1–0

Alexander Bangiev

 

 
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