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Adly,Ahmed - Meier, Georg

U-20 WCh Yerevan 2007

1.Sf3 Sf6 2.g3 d5 3.Lg2 c6 4.0–0 Lg4 5.c4 e6 6.b3 Sbd7 7.Lb2 Weiß:d4S>e5, Schwarz: d5S>e4 7...Ld6 8.d3 0–0 9.Sbd2  De7 Schwarz möchte mit De7 + Ld6 den Vorstoß e5 stützen, die Felder a3 und b4 kontrollieren, um dort dem Weißen den Vorstoß b4 zu erschweren.   10.a3 e5 Strategiewechsel! Schwarz: e5S>d4 11.e4 Strategiewechsel! Weiß: e4S>f5 dxe4 12.dxe4 a5 13.h3 Lxf3 14.Sxf3 Tfd8 15.Dc2 Weiß (e4S>f5, weißfeldrig) übt den Druck gegen Be5 und möchte am Damenflügel mit b4 und c5 den Raum bzw. die Diagonale a2-g8 gewinnen. Weiß soll versuchen die Kontrolle über die Felder e4 und f5 zu stärken, das Feld f5 mit Springer zu besetzen.

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Eine Standardposition in der Reti-Eröffnung mit Bg4. Von zentraler Bedeutung für Schwarz (e5S>d4, schwarzfeldrig) ist die Kontrolle über die Felder e5 und d4. 15...Se8 Schwarz plant das Manöver Sc7-e6 mit der Kontrolle über d4. 16.Tfd1 [Weiß e4-Strategie in f5-Richtung verfolgen, dabei die schwarzfeldrige Initiative stärken] 16...f6 17.h4 Sf8 18.Lh3 Sc7 19.Lc3 Schwarz (e5S>d4) soll die Felder e5, d4 sichern, die Felder d5, c4 Angreifen 19...Sce6 Schwarz sichert damit die wichtigen schwarzen Felder, vor allem das Feld d4. Die Felder e5, d4 gehören zur Kontrollzone d2. Der nächste Schritt soll zur Eroberung von d2 führen. 20.Db2 Weiß (e4S>f5 Felder e4, f5, d4, e5 wichtig ) verstärkt den Druck auf Be5 und bereitet, ungeachtet der Schwächung Ba3, den Vorstoß b4 gefolgt von c5 vor. 20...Sc5!? Logisch: Da Weiß die Schwarzfeldrige Initiative stärkt, versucht nun Schwarz (e5S>d4, Felder e5,d4,d5,c4 wichtig) "weißfeldrig" zu reagieren. [20...Lxa3?! Diese Fortsetzung soll unbedingt betrachtet werden. Nach dem Prinzip "Abtausch stärkt Strategie!" soll Schwarz bestrebt sein, die weißen Steine zu entfernen, die die Felder der Strategie-Farbe kontrollieren. Die Analyse zeigt, dass Weiß dank der offenen a-Linie zum Königsangriff gelingt. 21.Lxe6+! Sxe6 (21...Kh8? 22.Txd8 Lxb2 23.Txa8±) 22.Txd8+ Txd8 23.Txa3 Td3 24.Txa5 Txf3 25.Ta8 Kf7 16.De2! mit weißem Vorteil] 21.Db1 Schwarz am Zug: Felder e5, d4 oder d5,c4 wichtig? 21...Sce6 Dies bedroht Ba3. Wenn 22.Db2 folgt Sc5. Schwarz strebt damit die Stellungswiederholung  an. Besser war nach dem Motto "Felder d5, c4 wichtig" 21...Df7!? Beachte: Sc5 begünstigt den Angriff auf die Felder d5,c4 22.h5!? 

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Weiß bleibt der e4-Strategie in f5-Richtung treue. Der Textzug verstärkt die Kontrolle über die wichtigen Felder e4, f5 [22.Db2 Sc5] 22...Lc5?! Damit wird die Kontrolle über die Felder d4, d2 verstärkt, nicht aber die schwarzfeldrige Initiative. Die Alternativen sind 22...b6 und 22...Lxa3; 22...Lxa3 23.Txd8 Txd8 24.Lxa5 Wichtig: Das Zielfeld d2 für Schwarz (e5S>d4) steht unter weißer Kontrolle; 22...b6 stärkt den Angriff auf Ba3; Idee 23...La3! 23.Txd8 Sxd8 24.Sh4! g6?! Dies soll Sf5 verhindern, schwächt aber die Kontrolle über die schwarzen Felder, also die e5-Strategie, und fördert die Weißfeldrige Initiative des Weißen [24...Df7!? Felder d5, c4 wichtig (angreifen); 24...Lxa3? 25.Sf5] 25.hxg6 hxg6 26.Kg2 Ba3 ist taktisch gedeckt. 26...Ba3? b4! 26...Sf7 [26...b6 um c5 zu verhindern; 26...Sde6 um die Felder d4, f4 und g5 zu sichern, sollten mehr leisten; 26...Lxa3? 27.b4] 27.Ta2! Ein positionell und taktisch sehr starker Zug. Die wichtigen Felder vor allem das Feld d2 sind kontrolliert. Die Idee ist b4! 27...Sg5?! Schwarz agiert weißfeldrig, sollte aber schwarzfeldrig, d.h. gegen die Steine, die die schwarzen Felder kontrollieren, spielen. Man beachte den Zug 13...Bf3 [27...Lxa3 28.b4!; 27...b6!?] 28.Lg4 Ld4 Schwarz hat die Kontrolle über die Felder a3,b4 aufgegeben. Warum eigentlich? [28...Lxa3? 29.b4; 28...b6!? Dies wäre eine logische Fortsetzung, um Ra8 zu befreien; Idee ist Rd8 = Die Felder d4, d2 wichtig! 29.b4 Ld4; 28...Kg7!?] 29.Ld2! Sge6 Schwarz hat viel Zeit verloren und immer noch keinen Plan gefunden. [29...Lc5 30.Lxg5] 30.b4! axb4?! Die Öffnung der Stellung kommt bekanntlich dem best stehenden zugute. [30...Df7!? 31.bxa5 (31.c5? axb4) 31...Sc5] 31.axb4 Td8 Das beste Feld für den Turm. Die Felder d4, d2 sind kontrolliert, das Zielfeld d2 kann aber immer noch nicht besetzt werden. Dafür aber Schwarz die a-Linie an Weiß verloren hatte. [31...Txa2?! 32.Dxa2 mit der Kontrolle über die Diagonale a2-g8] 32.c5! 
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Weiß ist gelungen das Feld d6 (e5-Raum!) anzugreifen und die Kontrolle über die wichtige Diagonale a2-g8 zu gewinnen: Die Idee ist Le2 - c4; Droht 33.Sf3 32...b6 33.cxb6 Lxb6 Weiß (e4S>f5,weißfeldrig) soll die weißfeldrige Initiative gegen die Felder e4, f5, also gegen Bg6, Sf8 stärken 34.Lh6!? Ld2 hat sonst kein gutes Feld. Sf8 bedroht = weißfeldrige Initiative verstärkt! 34...Dh7?! Dh7 ist unglücklich platziert, der e5-Raum geschwächt [besser 34...Kh7] 35.Dc1 [35.Ta6! Tb8 (35...Db7 36.Da2; 35...Dxh6 36.Txb6) 36.Dc1] 35...Sd4 36.Ta6 

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Weiß steht schon klar besser 36...Lc7 Weiß (e4S>f5, weißfeldrig) soll Sd4 angreifen [36...Db7? 37.Lxf8! Dxa6 (37...Txf8 38.Dh6) 38.Dh6] 37.Le3!? [39.Sf3!] 37...De7 Eine gute Verteidigung ist schwer zu finden. Schwarz (e5S>d4) hat viel zu viel weißfeldrigen Schwächen (Bg6, Bc6) und vor allen kein Gegenspiel gegen das Feld d2 38.Dc4+ Kg7 39.Ta7 Sb5 40.Ta6 Sd4 41.Sf3!  Die schwarze Stellung ist nicht mehr zu retten. 41...Sfe6 [41...Sxf3 42.Kxf3 Die weißen Felder im Lager des Schwarzen stehen unter Weißer Kontrolle!] 42.Lxe6 Dxe6 43.Dxe6 Sxe6 44.Txc6+- Kf7 45.b5 Ke7 46.Sd2 f5 47.Sc4 f4 48.Lc5+ Kf6 49.b6 Lb8 50.Ld6 f3+ 51.Kh3 1–0

Alexander Bangiev


 
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