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Wir sind uns einig,

dass die Feldertheorie und deine Notationsmethode die Schachstellungen präziser erfasst als die bisherige Kommentierungspalette. Die Feldernotation macht aber die verbale Beschreibung der Partiestellungen nicht überflüssig. Im Gegenteil: Sie ist im Zeitalter des elektronischen Datentransfers wichtiger denn je!

Meiner Meinung nach unterschätzt du das Informationserfordernis insbesondere des Schülers (Amateurs/Lernenden). In der Sprachtheorie spricht man von Redundanzproblem: Die mehrfache Nennung von Informationen - du sprichst hier öfter verächtlich vom sprachlichen Babylon - ist zwar für das Verständnis der Stellungs-, und Partieeinschätzung nicht erforderlich. Sie stellt aber ein wichtiges rhetorisches (didaktisch-methodisches) Mittel dar.

Man erreicht durch Redundanz, dass sich die Informationen bei den Lernenden besser einprägen und auch im Falle einer Ablenkung aufgenommen werden können. In diesem Sinne ist es auch ratsam, die Stellung verbal so bildhaft und auch für Amateure und Laien das Fachgebiet Schach so verständlich wie möglich darzustellen. Natürlicherweise sollte man sich um eine möglichst einheitliche Fachsprache bemühen; aber eine sprachenabhängige Schachkommentierung ist keine Lösung des Problems. Es würde auch an Witz, Humor und Pointen fehlen wie das Gewürz am guten Essen.

Gruß, Clemens Hünerberg

 
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