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Das Lösen von Schachaufgaben ist kein Selbstzweck und auch nicht der Königsweg

Schachfreund Clemens Hünerberg kommentiert den Artikel "Warum ist das Lösen von Schachaufgaben eigentlich so wichtig"

Natürlich ist das Lösen von Schachaufgaben wichtig, um seine schachliche Leistung zu verbessern. Es ist aber kein Selbstzweck und meiner Meinung nach auch nicht der Königsweg. Das Lösen von Schachaufgaben ist ein Weg neben anderen. Andere Wege sind: 1.das Sammeln von ähnlichen Stellungen (z.B. bestimmte Bauernstrukturen oder Kombinationstypen) und Analyse ihrer Gemeinsamkeiten. (Ein Aspekt, den du m. M. nach in den Aufgabensammlungen oder auf deiner Homepage vernachlässigst.) 2.der spielerische und kreative Umgang mit den Steinen. (Unser Denken ist - dem Schachgott sei es gedankt - nicht nur festen Regeln unterworfen; oft gelingt es erst oder besser durch freie Assoziation Ressourcen zu entdecken und damit den Spielverlauf positiv zu beeinflussen.) 3.das Nachspielen und Verstehen von Meisterpartien. (Hier bieten sich z.B. die Fritztrainingsvideos von GM King an. So konzeptionslos sind sie meiner Meinung nach nicht, auch wenn er keine einheitlich erkennbare Denkmethode anwendet. Seine konkrete Art der Darstellung und Tests ist dennoch sehr lehrreich und effektiv.)

Clemens Hünerberg 

 
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