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Burn,A-Alekhine,A / Karlsbad 1911: Frage

Schachfeund Clemens Hünerberg hat mir die folgende Frage gestellt

Hallo Alexander, gestern haben wir im Verein mal wieder das Thema "Schlechter Läufer gegen guten Springer" u.a. am Beispiel einer bekannten Stellung aus Burn - Alekhine diskutiert. Ich sollte die Stellung aus felderstrategischer und die Schachfreunde aus klassischer Sicht einschätzen.

frage1

In einen Punkt konnten wir uns nicht hinreichend einigen: Während ich auf die schwachen weißen Felder in der schwarzen Stellung hinwies, insistierten die Schachfreunde auf die "Schwäche der schwarzen Felder" als Hauptkriterium. Den Schachfreunden nach beruhe die schwarzfeldrige Schwäche hauptsächlich auf das Fehlen des guten schwarzen Läufers. Logischerweise müsste Weiß dann nach den Abtauschs seines weißen Läufers gegen den schwarzen Springer an einer Schwäche seiner weißen Felder leiden. Offensichtlich wäre das eine "Fata Morgana".Das Gegenteil ist der Fall!

Der Unterschied in der Stellungseinschätzung liegt meiner Meinung nach in der Beantwortung der 3Fragen:Strategie,Richtung und Initiative - immer vom Standpunkt des Betrachters aus. Dabei ist die Initiative das Hauptkriterium, aber alle 3Kritererien müssen vom Primat der Felder ausgehen und der Wirkung ihrer Steine auf diese Felder. Es zeigt sich das Weiß seine schwarzfeldrige Strategie allein mit dem König und dem Springer sichern kann und dass der weiße Springer von den schwarzen Feldern aus die weißen Felder optimal Angreifen, besetzen und erobern kann. In diesem Falle ist der weiße Springer dem weißfeldrigen schwarzen Läufer überlegen.

Man stellt mir dennoch folgende Fragen: Was nutzt uns in diesem Falle die felderstrategische Betrachtung? Die klassische Einschätzung der Stellung ist völlig ausreichend, oder nicht? Unterstützt nicht die eine die andere Herangehensweise? Kommt man mit der felderstrategischen Analyse zu einer genaueren Einschätzung der Stellung und damit auch schneller zu einen optimalen Ergebnis?

Danke und Gruß, Clemens Hünerberg

 
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