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Wie bedeutsam ist das Eröffnungsstudium für das Spielverständnis?
Die Eröffnungsphase ist die Phase der strategischen, d.h. langfristigen Entscheidungen.

Die Entscheidungen in der Eröffnungsphase

Diese Entscheidungen haben für beide Seiten besondere Bedeutung, denn die sich dadurch ergebenden Vorteile kommen ja nicht nur einer, sondern beiden Seiten zugute. Wer diese Vorteile besser nutzt, kommt in der Regel mit besseren Chancen aus der Eröffnung heraus. Die Entscheidungen sollen also eine langfristige Zielsetzung haben. Eine wichtige Frage dabei ist, wie die Erfolgsaussichten dieser Entscheidungen einzuschätzen sind.
Aus der Wichtigkeit der Entscheidungen in der Eröffnungsphase spielt das Eröffnungsstudium eine außerordentliche Rolle.

Eröffnungsstudium

Das Eröffnungsstudium ist das schwierigste Thema im Schach. Der Grund besteht in der heutigen Explosion von Eröffnungsvarianten. Viele Varianten, die vor wenigen Jahren als unkorrekt bezeichnet wurden, sind heute hoch modern. Es wird heutzutage fast alles spielbar. Voraussetzt man kennt die Variante.

Wie spielt man die Eröffnungen?

In der Eröffnungsphase spielt man entweder nach bestimmten Prinzipien oder nach gelernten Varianten. Das beste ist, wenn man beides nutzen kann. So fällt es natürlich leichter, sich Varianten zu merken und sie erfolgreich zu spielen, wenn man das Wesen der Eröffnung, ihre Ideen und ihre Eigenheiten verstanden hat.

Man spielt nach gelernten Varianten

Der Schachspieler ist in der Tat auf die Eröffnungstheorie angewiesen, weil ihm die Grundlage fehlen, eine Eröffnung aus sich heraus, aus seinem eigenen Denken und Planen aufzubauen.
Die Eröffnungstheorie zeigt heutzutage Berge von Varianten und Analysen. Diese sind schier unüberschaubar und selbst die besten und umfangreichsten Datenbanken lassen viele Fragen offen.

Sicherlich kann man irgendwann einmal sich wichtige Eröffnungsvarianten genauer ansehen. Man muss das Rad ja nicht immer wieder neu erfinden. Nur – Auswendig lernen bringt auch hier nichts. Viel zu oft und zu schnell wird ja abgewichen. Und da ist dann wieder eigenes Denken angezeigt. Und gerade für den Schachanfänger gibt es viel Wichtigeres zu tun als sich intensiv mit Eröffnungen auseinander zu setzen.

Fazit: Variantenlernen beschäftigt das Gedächtnis und weniger die eigene Denkarbeit.

Wie lernt man die Eröffnungen?

Einerseits gibt es zu keinem anderen Thema im Schach so viele Schachbücher wie zu den Eröffnungsthemen, anderseits gibt es kaum Grundlagen zur Bewertung der Stellungen.

Die Wahl von Eröffnungen

Soll man die Hauptvarianten spielen von anerkannt guten Eröffnungen oder umstrittene Eröffnungen bevorzugen? Das fragen sich viele Schachfreunde. Die Frage betrifft Kriterien der Eröffnungsbehandlung.
Diesen Kriterien entsprechen am besten die gut anerkannten Eröffnungen, z.B. die sizilianische Verteidigung, die spanische Partie, die Königsindische Verteidigung, das Damengambit usw.

Man spielt nach bestimmten Prinzipien

Die allgemeinen Prinzipien der Eröffnung, u.a. Entwicklung, Zentrum, Königsstellung sind oftmals wenig hilfreich.

Schachtraining in der Eröffnungsphase

Das Schachtraining in der Eröffnungsphase besteht in der Betrachtung jeder Stellung unter Aspekt einer Denk-, bzw. Betrachtungsmethode. Grob gesagt wird das Schachtraining nach dem Prinzip “Die unbekannten Stellungen mit bekannter Denktechnik zu behandeln” gestaltet.
Das soll heißen, dass der Spieler jede vorliegende Stellung als unbekannte Stellung  betrachtet und versucht, sie mit einer ihm bekannten Denktechnik zu untersuchen.

Prinzipien der Felderstrategie

Die Felderstrategie betrachtet die Steine als Leistungsträger der Felderkontrolle. Dabei spielen die Steine, die die Felder einer Farbe kontrollieren, eine strategische Rolle. Sie sind sogenannte Strategische Elemente der Stellung. Sie sind Bauern und Läufer. Diese Steine sind in der Regel in der Eröffnungsphase besonders aktiv. Das hat zur Folge, dass die Begriffe der Felderstrategie wie Raum, Strategie, Initiative, spielen n der Eröffnungsphase eine besondere Rolle.

Schachtraining in der Eröffnungsphase nach der B-Methode

Nach welchen Kriterien werden die Züge ausgewählt? Die Kriterien sind die Kontrolle über die wichtigen Felder. Für jede Eröffnungsstellung werden die wichtigen Felder festgestellt und die Züge zur Kontrolle über diesen Felder gefunden.
Dabei wird die Stellung erfasst und die Denktechnik trainiert. Es wird das Spielverständnis für die Eröffnung verbessert und die eigene Denktechnik trainiert und die Spielstärke dadurch verbessert.

Autor: Alexander Bangiev 

 
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