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Silvester-Träume
Ob Schach Spiel, Kunst, Wissenschaft oder Sport sei mag, wird immer noch diskutiert. Die Schachmedien haben diese Frage bereits beantwortet: Die Darstellungen von Schach und Schachpartien in den Schachmedien wird immer einseitiger, sie sind vor allem stark vom Sportjournalismus geprägt.

Man liest immer dieselben sportlichen Berichtweisen: man hat gewonnen, man hat verloren, man hat so und so viele Punkte usw. Es wird über die Platzierung berichtet, doch nur ganz selten über die Inhalte der Schachpartien, über die neuen Ideen, Konzepte, Trainingsmethoden im Schach. Jedes Turnier liefert doch viele interessante Schachpartien.

Man bekommt den Eindruck, das es nichts Neues gibt, dass alles, was Schachspieler in ihren Partien veranstalten, von selbst kommt. Die Schachtalente "fallen vom Himmel", setzen sich hin und spielen. Und plötzlich hat jemand eine Elo-Zahl über 2700. Was ist passiert? Warum ausgerechnet dieser Spieler? Was unterscheidet den "Superstar" von den anderen, was ist an ihm Besonders? Welche Fähigkeiten bilden eine Persönlichkeit im Schach?
 
Man vergisst manchmal, dass hinter jeder schachlichen Leistung menschliche Fähigkeiten stehen , solche, die im Prinzip alle von uns haben, nämlich viele, viele Stunden einsame und harte Analysearbeit, daneben regen sich Zweifel und Hoffnungen; menschliche Beziehungen und persönliche Dramen. Die Schachspieler sind keine Roboter, keine Schachcomputer.

Ich wünschte mir, dass die Darstellung von Schach in den Schachmedien durch das Aufzeigen von individuellen Stärken und Schwächen ein menschlicheres Gesicht bekommt..

21.12.2008

Alexander Bangiev

 
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