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Eckpunkte der "Felderstrategie".
Wie jeder ernsthafte Schachspieler weiß, besteht das Schachspiel im Wesentlichen in einem harmonischen Zusammenspiel zwischen Bauern und Figuren. Das Hauptanliegen einer vernünftigen Schachstrategie liegt darin, dieses Zusammenspiel zu organisieren, zunächst im eigenen Lager (in Form der Aufbau des eigenen strategischen Raums) um anschließend allmählich in das Lager des Gegners einzudringen. Dieses Eindringen verfolgt in Form der Erweiterung des eigenen strategischen Raums und des Angriffs gegen den strategischen Raum des Gegners. Dabei spielt, unabhängig von der gewählten Eröffnung das Zentrum eine entscheidende Rolle.

Richtschnur

Die im Folgenden dargestellte Felderstrategie soll dem Schachspieler eine Richtschnur für die Eröffnung und das anschließende Mittelspiel liefern, die ihm dieses Organisieren erleichtern soll.
Das Wesentliche der Felderstrategie besteht darin, dass die Vorbereitung und das anschließende Eindringen in das Lager des Gegners über die Felder einer einzigen Farbe, Schwarz oder Weiß erfolgt. Allgemein lässt sich dazu Folgendes sagen. Es gibt eine schwarzfeldrige und eine weißfeldrige Strategie. Je nach gewählter Strategie muss man die Felder der einen Farbe in Besitz nehmen und die der anderen Farbe Angreifen. Dabei erfolgt dieses Inbesitznahmen der Felder auf positionelle Art und Weise, wohingegen in der Regel der Angriff auf die Felder der anderen Farbe auf taktische Art erfolgt. Da nun Bauern und Läufer auf eine analoge Art und Weise schlagen stellen sie in jeder Stellung ein strategisches Element dar. Wenn die strategisch wichtigen Felder im Zentrum von Bauern besetzt werden spricht man von Bauernspiel, wohingegen im Falle einer Kontrolle des Zentrums bei gleichzeitiger Abwesenheit von Bauern im Zentrum, von Figurenspiel spricht.
Weiter ist der Umstand wichtig, welche Figuren - bzw. Bauernabtausche für die gewählte Felderstrategie günstig bzw. ungünstig sind. Man sollte dabei allerdings nicht vergessen, dass jeder Bauernzug bzw. jeder Abtausch in die vorliegende Position ein neues strategisches Element hineintragen kann.
Die zentralen Punkte e4 oder d4 (für den Weißen) bzw. analog e5 oder d5 (für den Schwarzen) stellen dabei den Ausgangspunkt der Felderstrategie dar. In Abhängigkeit davon ob am Ausgangspunkt ein Bauer oder eine Figur steht unterscheiden wir zwischen der Bauernstrategie bzw. Figurenstrategie. Der Hauptunterschied zwischen diesen beiden Strategien besteht im folgenden drei Punkten.

Erstens: In der Bauernstrategie müssen die strategischen Ziele die Bauern erreichen und die Figuren unterstützen sie dabei z.B. Besetzung von strategisch wichtigen Feldern, in der Figurenstrategie dagegen leisten dies die Figuren und dabei werden sie von den Bauern unterstützt.

Zweitens: Bei der Anwendung der Bauernstrategie strebt man nach Möglichkeit danach Bauerntäuschen aus dem Weg zu gehen, bei Befolgung einer Figurenstrategie dagegen versucht man soweit dies möglich ist Figurentäuschen aus dem Weg zu gehen.

Drittens: Bei Befolgung der Bauernstrategie sollen die Figuren möglichst hinter der Bauernkette manövrieren, bei der Figurenstrategie dagegen sollen die Figuren möglichst aktiv, das heißt möglichst nahe am Gegner postiert sein.

Autor: Alexander Bangiev 

 
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