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Das Schachdenken stellt den Gedankengang des Spielers zur vorliegenden
Stellung dar. Das Denken und die vorliegende Stellung sind in dieser
Hinsicht dasselbe.
Um das Denken lernen zu können, soll der Denkprozess selbst materialisiert, d.h. mehr oder weniger ausführlich aufgeschrieben werden.
Man kann die Stellung in wenigen Worten beschreiben, Ideen notieren und sogar ganze Strategien planen und notieren.
Das Aufschreiben des Gedankenganges soll Schachspielern helfen, ihr Denken zu optimieren und sich in der Folge besser zu organisieren.
Es ist dabei folgendes zu beachten:
Einerseits sollten die bestimmten Punkte, andererseits eine bestimmten Reihenfolge anschaulich gemacht werden. Diese Punkte sollten hilfreich bei der Zugsuche sein.
Welche Punkte und in welcher Reihe?
Nach der B-Methode sind es Felder und Züge in der klar definierten Reihenfolge, erst die Felder, danach die Züge.
Jeder Denkvorgang kann theoretisch stark komprimiert notiert werden. Wer in klassischer Weise Notizen macht, muss dagegen viele Wörter aufschreiben.
Also sind die bedeutsamen Abkürzungen angesagt. Dies möchte ich die Felder-Notation nennen.
Gedanken aufschreiben
Die Felder-Notation ermöglicht es
- eigene Gedanke klar zu dokumentieren und wiederzugeben.
- wichtige Ideen, Pläne und Partien veranschaulichen, festzuhalten und eventuell präsentieren zu können.
- statt Berechnungen von Varianten möglichst detailgenau zu protokollieren, werden wichtige Begriffe notiert und diese mit Bildern oder Symbolen versehen.
Gedanken anzeigen
Bekanntlich hinterlassen Bilder in unserem Gehirn einen tieferen Eindruck als geschriebene Wörter.
Bildliche Darstellungen erleichtern es fast immer, sich die Inhalte einzuprägen.
Einen wichtiger Faktor stellen elektronische Schachmedien wie Datenbanken und Schachprogramme dar. Es wird im Zeitalter elektronischer Datenverarbeitung immer wichtiger, Ideen, Partien anschaulich festhalten und präsentieren zu können. Auch hier könnte die Felder-Notation hilfreich sein, Schachkommentare sprachunabhängig zu machen. Würde die Felder-Notation (oder irgendeine andere) weltweit angenommen, dann wäre dies das Ende des schachlichen Babylon.
Das Besondere an der Felder-Notation:
Das Besondere an der Felder-Notation ist die Form der Darstellung: Die Inhalte werden nicht nur mit Worten aufgeschrieben, sondern grafisch unterstützt notiert. Bei Stellungsanalysen werden schlüssige Felder und damit verbundene Pläne und Züge aufgeschrieben, aber auch farbig und grafisch in Form von farbigen Pfeilen bzw. Punkten wiedergegeben.
Die Felder-Notation ist sinnvoll zur Planung, Problemlösung, Zusammenfassung, Gliederung oder Ideenfindung. Sie kann nicht nur einen gewissen Standard für weltweit verständliche Kommentare bieten, sondern auch viel Zeit ersparen. Wie bei jeder Lerntechnik braucht man dafür allerdings etwas Übung.
Wer sich an die Felder-Notation gewöhnt hat, kann sie sehr vielseitig einsetzen, z.B. wenn bei einem komplexen Thema wie einer Eröffnung Informationen aus verschiedenen Quellen geordnet und bewertet werden müssen.
Dabei nutzt die Felder-Notation die bisherige gängige Terminologie und Symbolik. Ihre besondere Leistung ist somit in der zusätzlichen Terminologie und deren Glossar sowie Symbolik zu sehen.
Autor: Alexander Bangiev
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