Hier werden in unregelmäßigen Abständen die Themen der
Schachausbildung, Schachtrainings, Schachpolitik, Profi- und
Amateurschach behandelt. Die Kolumne "Artikel" wird als
Meinungsaustausch zu den verschiedenen Schach-Themen angesehen. Ihre
Meinung ist willkommen.
Es ist kein Geheimnis, auf Vereinsebene findet heutzutage mit einzelnen Ausnahmen kein regelmäßiges Schachtraining statt, und dies lässt sich in absehbarer Zeit nicht ändern. Die Gründe dafür sind die mageren Vereinskassen. Die fehlende Motivation für Trainer spielt dabei auch eine wichtige Rolle. Er ist vor allem ein Stück schwerer Arbeit bei schlechter Bezahlung.
Wie jeder ernsthafte Schachspieler weiß, besteht das Schachspiel im Wesentlichen in einem harmonischen Zusammenspiel zwischen Bauern und Figuren. Das Hauptanliegen einer vernünftigen Schachstrategie liegt darin,
dieses Zusammenspiel zu organisieren, zunächst im eigenen Lager (in
Form der Aufbau des eigenen strategischen Raums) um anschließend
allmählich in das Lager des Gegners einzudringen. Dieses Eindringen
verfolgt in Form der Erweiterung des eigenen strategischen Raums und
des Angriffs gegen den strategischen Raum des Gegners. Dabei spielt,
unabhängig von der gewählten Eröffnung das Zentrum eine entscheidende
Rolle.
Es gibt viele offene Fragen in der Beziehung von Schachspielern zu Schachprogrammen, etwa wie man sie am besten nutzt oder wie man die Computerzüge versteht. Es wird heute heftig darüber diskutiert, dass Schachprogramme immer mehr Einfluss gewinnen und sogar helfen können, Weltmeister zu werden.